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"Warum, Wie und Was des Glaubens" in narrativ-historischer Lesart. Thesen für eine neue Konstruktion von Theologie.

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Bin ich ein Trinitarier oder ein Unitarier? Nicht, wenn ich es verhindern kann…

Andrew Perriman | 20 Mai 2024 ( 10 Min. Lesen)

Glaubenszweifel angesichts des Dilemmas zwischen traditionellen trinitarischen Ansichten und historischen Lesarten des Neuen Testaments sind verständlich. Dieses Dilemma stellt die Glaubwürdigkeit des Christentums selbst in Frage. Traditionelle Labels wie „trinitarisch“ und „unitarisch“ sind postbiblische Konstrukte, die das moderne Verständnis auch schon wieder einschränken.

Das Neue Testament bietet eine dynamische, historische Sicht der Rolle Jesu und der Interaktion Gottes mit der Menschheit, die sich von statischen theologischen Konstruktionen unterscheidet. Die Rationalisierungen dieser biblischen Erzählungen durch die griechischen Kirchenväter schuf eine trinitarische Orthodoxie, die in der Moderne unzureichend erscheint.
Eine Neuinterpretation der göttlichen Beziehungen im Lichte der historischen Entwicklungen, insbesondere des Wechsels vom Christentum zu einem globalen Schöpfungsparadigma, könnte neue Erkenntnisse über eine zeitgemäße (post-)postmoderne Theologie bringen. Ein Theologiestudium käme also zur rechten Zeit und ist sicher notwendig, um diese sich entwickelnden Perspektiven zu erkunden.

Perriman hat einen konkreten Anlass für seine Zusammenfassung: Ich schreibe dies in der Hoffnung, Liam zu ermutigen, der im September an die Universität gehen will, um Theologie zu studieren, sich aber Sorgen macht, dass er seine Zeit vergeuden könnte. Liam befindet sich in einem klassischen Dilemma und läuft Gefahr, zwischen zwei Stierhörnern hin- und hergerissen zu werden. Auf der einen Seite steht das traditionelle trinitarische Verständnis der Beziehung Jesu zum Vater, auf der anderen Seite eine historische Lesart des Neuen Testaments, die die Christologie auf ganz andere Weise, nämlich historisch konstruiert.

Was hiermit auf dem Spiel steht, ist nicht nur eine Ansicht über Jesus, sondern die Glaubwürdigkeit des Glaubens insgesamt: „Wenn ich zu dem Schluss käme, dass die Bibel den Unitarismus lehrt..., müsste ich wohl zu dem Schluss kommen, dass das Christentum falsch ist, weil es von diesem großen Irrtum durchzogen ist.“

Perriman bringt mit einigen Einschränkungen seine Fokuspunkte der Theologie-Klärung auf den Punkt:

Ich werde nicht so tun, als ob ich hier jede Aussage belegen kann oder sogar in jeder Hinsicht Recht habe. Es ist eine unvollständige und nicht sehr gut organisierte Zusammenfassung dessen, wie ich über das Problem nachgedacht habe. Ich bin zuversichtlich, was die Auslegung der meisten neutestamentlichen Texte angeht, mit Ausnahme des Johannesevangeliums. In jedem Fall ist die wichtigere Frage, ob die unbestreitbare Diskrepanz zwischen patristischer (2.-4. Jh. n.Chr.) und dann auch christentümlicher Theologie (4. Jh. -18. Jh., bzw. heute) und historischer Interpretation als Beweis für eine falsche Interpretation des Originals durch das „Christentums“ gelten muss.1

Warum, Wie und Was des Glaubens

Eine Thesensammlung:

  1. „Trinitarier“ und „Unitarier“ sind keine biblischen Kategorien. Sie setzen beide einen nachbiblischen Kontext der theologischen Entwicklung und Debatte voraus. Ich möchte ebenso wenig als „Unitarier“ bezeichnet werden wie als „Trinitarier“ – oder in Bezug auf eine andere Debatte als „Präterist“ –, weil die Terminologie und die damit verbundenen Denkweisen uns in der Vergangenheit festhalten und wir immer wieder müde und überholte Kontroversen aufarbeiten müssen.
  2. Christologie ohne Inkarnation: Es gibt keine „Inkarnation“ in den synoptischen Evangelien. Jesus wird mit Israel und dem leidenden Israel im Besonderen identifiziert, nicht mit JHWH. Seine Empfängnis durch den Heiligen Geist war ein Zeichen dafür, dass etwas Großes auf der Bühne der Geschichte Israels geschah. Er vollbringt Wunder, weil ihm die Vollmacht dazu gegeben wurde.
  3. Jüdische Weisheitschristologie: Johannes sagt uns, dass das schöpferische Wort oder die Weisheit Gottes im Augenblick der Taufe Jesu Fleisch geworden ist, als die Dinge wirklich in Bewegung kamen. Dies muss dynamisch und nicht ontologisch verstanden werden, aber wir können verstehen, wie solche Begriffe später die Entwicklung der klassischen Christologie erleichterten.
  4. Johannäische Theologie mit speziellem historischen Kontext: Johannes scheint in seinem Evangelium zuweilen einige eher esoterische jüdisch-apokalyptische Vorstellungen auszugraben, um als Reaktion auf den heftigen jüdischen Widerstand eine vom übrigen neuen Testament abweichende Christologie zu entwickeln. Ich bezweifle, dass er die trinitarische Orthodoxie vorausgesehen hat, aber er hat eine Perspektive auf Jesus entwickelt, die sich für die griechischen Väter (des 2.-5. Jh.) als äußerst anregend erwiesen hat, unabhängig davon, ob sie ihn tatsächlich richtig verstanden haben oder nicht. Man muss sich fragen, wie sich die christliche Theologie entwickelt hätte – wenn überhaupt – ohne das Johannesevangelium, das den Schwerpunkt von der Beziehung Jesu zur Zukunft auf die Beziehung Jesu zum Vater zu verlagern begann.
  5. Philiperbrief Kap. 2 u.a.: Jesus ohne Präexistenz-Vorstellung: Ich glaube nicht, dass Paulus an die himmlische Präexistenz Jesu glaubte, aber ich glaube, dass er mit anderen die Ansicht vertrat, dass die Weisheit Gottes unter den extremen historischen Bedingungen des Judentums des ersten Jahrhunderts in der paradoxen Karriere Jesu eine einzigartige eschatologische Zugkraft fand.
  6. Jesus ist nicht „Gott“ JHWH: Wenn die alttestamentliche JHWH-Sprache usw. auf Jesus angewendet wird, dann nicht, weil er mit JHWH identifiziert wird. Der biblische Gott, der in Israel als JHWH bekannt ist, agiert in zwei Sphären – der schöpferischen und der politischen. Er behält sich das Recht vor, im Bereich der Schöpfung zu handeln, aber er kann die Befugnis, im politischen Bereich zu richten und zu regieren, an den König Israels delegieren, der der Sohn Gottes ist. Das zentrale Bekenntnis des Neuen Testaments ist, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt, ihn gemäß der antik(-alttestamentlichen) Königs-Ideologie zu seiner Rechten gesetzt und ihm eine beispiellose und unvergleichliche Autorität verliehen hat, um über sein Volk und die umliegenden Nationen während der kommenden Zeitalter zu herrschen. Hier ist ein überzeitlicher Aspekt wirksam.
  7. Reden mit Jesus als „königliche Anbetung“: Dass die ersten Gläubigen dem himmlischen Jesus gehuldigt und zu ihm gebetet haben, bedeutet nicht, dass er als Gott verstanden wurde. Die frühen Apostel hatten ein lebendiges und realistisches Gefühl für die Gegenwart des kürzlich gekreuzigten Herrn im Himmel, der der Art von „Anbetung“ würdig war, die man jedem göttlichen Herrscher zugestehen würde, der denen zugänglich ist, die seinen Namen anrufen.
  8. Antike politische Königsvorstellungen als tragender Kontext: Es gibt im Neuen Testament Hinweise darauf, dass die frühen Kirchen gelegentlich zu göttlichen Kategorien griffen, um Jesus unter – oder über – die anderen göttlichen Herrscher der antiken Welt zu stellen. Dies mag der Fall sein bei der Erklärung des Thomas: „Mein Herr und mein Gott“ (Joh 20, 28) und bei der Zuschreibung eines königlichen Psalms an Jesus, in dem der davidische König als „Gott“ gepriesen wird (Hebr 1, 8). Ich empfehle in diesem Zusammenhang Michael Birds Jesus Among the Gods: Early Christology in the Greco-Roman World, auch wenn wir nicht in allen Punkten einer Meinung sind.
    Ich glaube nicht, dass Jesus im Neuen Testament irgendwo als „Gott“ bezeichnet wird. Ein weiterer guter Grund für die Annahme, dass Paulus in Römer 9, 5 nicht sagt, dass Israels Messias „Gott über alles“ ist
    Woran dachte Paulus also, als er schrieb: „Christus ... der eine, der über alles ist, Gott, gepriesen von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Röm 9,5)? Sagt Paulus in Römer 9,5, dass Jesus Gott ist? Wird Jesus in Titus 2,13 „Gott“ genannt?
  9. Spätjüdische Apokalyptik als antike Geschichtskonzeption: Die neutestamentliche Christologie ist durch und durch apokalyptisch und auf bestimmte entscheidende zukünftige Ereignisse ausgerichtet – hauptsächlich auf die Rechtfertigung Jesu nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels, auf das Bekenntnis der ehemals heidnischen Völker der griechisch-römischen Welt zu Jesus als Herrn, auf seine ausgedehnte Herrschaft über diese Völker und auf die endgültige Rückgabe seiner delegierten Autorität an den Vater, wenn das Königtum überflüssig geworden ist (1. Korinther 15,24-28).
  10. Ein (griechisches) Geistkonzept in der Trinität: Die Einbeziehung des Geistes in die Trinitätsvorstellung ist weniger problematisch, weil „es“ immer der Geist Gottes ist. Dennoch fügt die Fachsprache trinitarischer Theologien dem überwältigenden Erfahrungsbericht über die Bewegung des (jüdisch konzipierten!) „Odems Gottes“ in der Bibel nichts von Wert hinzu.
  11. Das Symbol „sitzend zur Rechten Gottes“ als politische Chiffre: Die neutestamentliche Lehre von der Herrschaft Jesu zur Rechten des Vaters ist ein dynamischer Glaube, der sich direkt auf die historische Erfahrung der Christen bezieht. Der Trinitarismus ist es nicht und tut es auch nicht. Die traditionelle (Christentums-) Theologie ist synchron und analytisch, die Bibel ist diachron und historisch – falls diese Unterscheidung für irgendjemanden Sinn macht. Heute müssen wir uns mit Zeit, Wandel und Geschichte auseinandersetzen, und die bisherige klassische Theologie ist für diese Aufgabe schlecht geeignet.
  12. Historische Gründe für den Verlust der „Geschichte“: Das jüdisch-christliche Narrativ verlor ziemlich schnell seine Erklärungs- und Motivationskraft, als sich die Kirchen in der griechischen Welt niederließen. Das Problem der Eschatologie, mit dem die jüdisch-christliche Bewegung gerungen hatte, wurde zu einem Problem der rationalistischen Metaphysik, als die griechischen Kirchenväter sich daran machten, eine plausible hybride biblisch-philosophische Weltsicht zu konstruieren. Die trinitarische Orthodoxie war das Beste, was sie zustande brachten. Und es hat eine Weile Sinn gestiftet.
  13. Trinitätsvorstellungen als überzeitliche Abstraktion: Der Trinitarismus ist eine einfache oder reduktionistische Darstellung der Beziehungen zwischen Vater, Sohn und Geist, die darauf angelegt ist, die Zufälligkeiten und Wechselfälle der Geschichte zu überwinden. Die trinitarischen Beziehungen sind ewig und werden nur durch „Gottes“ Eingreifen zu einem willkürlichen Zeitpunkt (im Jahre 0 der Zeitrechnung) unterbrochen, um die Menschheit zu erlösen. Spätere Trinitätsvorstellungen in der Moderne, z.B. soziale Trinitarismus, sind im Grundsatz gleich und machen die Ablehnung der geschichtlichen Dimension nicht wieder gut.
  14. Biblisches Ur-Narrativ erzählt ein Geschichtsdrama: Die Heilige Schrift hingegen präsentiert uns ein zutiefst engagiertes, reaktionsfreudiges, dynamisches und erzählerisches Modell innergöttlicher Beziehungen, das vielleicht am besten durch die geschäftige, dramatische Thronszene in Offenbarung 4-5 dargestellt wird. Zwei Punkte sind hier hervorzuheben. Erstens handelt es sich nicht um ein endgültiges Ereignis, sondern um einen Höhepunkt, aber auch einen Schlüsselmoment in der Geschichte JHWHs und seines Volkes – den Beginn des Gerichts, zunächst gegen Jerusalem, dann gegen das heidnische Rom. Zweitens ist das „Lamm“ nur als derjenige anwesend, der geschlachtet wurde und der daher das Recht verdient hat, die Siegel zu öffnen, die die Bedingungen für das Gericht freigeben.
  15. Die griechischen Väter konnten mit diesem historisch-apokalyptischen Paradigma nichts Nützliches anfangen, also wurde die „Gottheit“ rationalisiert – das war (für ihren Kontext) damals richtig („logisch“). Aber funktioniert diese Rationalisierung noch für uns? Seitdem ist eine Menge intellektuelles Wasser den „Rhein hinuntergeflossen“. Ich werde hier nicht versuchen, die Veränderungen im Denken nachzuzeichnen, aber ich bin der Ansicht, dass die Geschichte uns an einen Punkt gebracht hat, an dem die griechische Lösung nicht mehr das tut, was sie ursprünglich tun sollte: eine für viele sinnvolle Plausibilität zu schaffen.
  16. Dies ist eine grobe Vereinfachung, aber ich sehe die Entwicklung der Geschichte des Volkes Gottes in etwa so. Israel existierte im Lande als priesterliches Volk für den Schöpfergott inmitten der Nationen. Das Exil zeigte die inhärente Schwäche und Instabilität der Ordnung, aber auch das Potenzial für Veränderungen, die durch Scheitern und Leiden zustande kommen können.
    Durch Jesus löste JHWH die Krise, mit der das Israel des ersten Jahrhunderts im Land konfrontiert war, und ging dann einen Schritt weiter, indem er die Nationen der griechisch-römischen Welt annektierte. Dies war gekennzeichnet durch die Akklamation eines unwahrscheinlichen jüdischen "Messias" als Herr und König, durch die der von den Juden angebetete lebendige Gott verherrlicht wurde. Die Kirche wurde zu einer neuen priesterlichen "Kaste" für das Reich, die an die Stelle der alten heidnischen Priesterschaften trat. Die orthodoxe Theologie bildete den intellektuellen Rahmen für eine umfassende neue „christliche“ Weltanschauung.
    Dieses Reich oder diese Herrschaft über die ehemals feindliche oikoumenē oder das „Imperium“ nahm die historische Form der europäischen Christenheit an und dauerte etwa fünfzehnhundert Jahre lang. Im achtzehnten Jahrhundert begann es zu zerfallen und hinterließ ein globales Christentum. Es wurde nach und nach durch einen rationalen Humanismus ersetzt, und das Überbleibsel der christlichen Kirche im Westen muss sich seinen Platz in der Welt neu vorstellen.
    Eine neue Darstellung der inneren göttlichen Beziehungen wird erstens davon abhängen, dass Gott als Schöpfer des Universums, wie wir es kennen, und sein Interesse an diesem Planeten zu Beginn des Anthropozäns wiederentdeckt wird, und zweitens davon, dass die Geschichte der gestörten Beziehung zwischen Gott und seinem priesterlichen Volk im Laufe der Geschichte neu erzählt wird. Wenn diese beiden Aspekte stimmen, können sich die inneren Beziehungen ganz leicht klären.
    Ich frage mich zum Beispiel, ob die öffentliche Entthronung Jesu 2 mit dem Ende des Christentums als positives Zeichen für die letztendliche Rückgabe des Reiches an den Vater gedeutet werden könnte, insofern als wir von einem nationalistischen Reichsparadigma zu einem globalen Schöpfungsparadigma übergehen. Hmm.... Hier ist noch eine Menge theologischer Feinarbeit nötig.
  17. Der klassische Trinitarismus war eine konstruktive Anpassung der apokalyptischen Erzählung, die dem Neuen Testament zugrunde liegt, an die Monotheismen der griechischen Welt. Ich betrachte ihn nicht als Fehler, sondern als eine (damals) notwendige historische Entwicklung, und in dem Maße, in dem wir uns immer noch damit befassen, könnte ich mich als Resttrinitarier bezeichnen. Ich habe keinen Grund, diese Tradition zu verleugnen, denn sie ist Teil unserer Geschichte. Vielleicht trifft diese Schablone als „Einordnungshilfe“ noch besser: „postklassisch-trinitarisch-was-kommt-als-nächstes, ich weiß es noch nicht“.
  18. Jede Zeit muss ihre plausible Theologie entwickeln: Wir werden jedoch durch diese geschichtlichen Entwicklungen darauf aufmerksam gemacht, dass die Notwendigkeit, zu rationalisieren und sich anzupassen, nicht verschwunden ist. Wir mögen uns von der Weltanschauung und den intellektuellen Voraussetzungen der patristischen Zeit entfremdet fühlen, aber es ist auch keine Option, die apokalyptische Weltanschauung der frühen jüdisch-christlichen Bewegung mit ihrer Kernhoffnung, die herrschende heidnische Kultur zu stürzen, wiederherzustellen.3
  19. Himmelfahrt als politisches Symbol war zentral: Die Himmelfahrt und Erhöhung Jesu, die wohl die zentrale Lehre des Neuen Testaments ist, bringt ihn in die unmittelbare Nähe des Vaters im Himmel und macht ihn für den Rest der Zeit zu einem Träger göttlicher Absichten (in gewisser Hinsicht - siehe Nr. 5 oben). Wie können wir das in der epochalen Krise, die wir gerade durchmachen, verstehen, wenn sich der geistige Boden unter unseren Füßen heftig verschiebt? Meiner Meinung nach brauchen wir dringend eine allgemeine „Theologie“, die sich wieder mit der Geschichte verbindet. Weder der Trinitarismus noch der Unitarismus in ihren historischen Formen sind dazu in der Lage. Der Präterismus ist nicht an der Geschichte jenseits des ersten Jahrhunderts interessiert. Die biblische Erzählung | Narrativ ist sicherlich ein Modell für das dynamische Engagement des lebendigen Gottes mit seinem Volk im Laufe der Zeit, das von den Propheten interpretiert wird, aber sie hat die moderne Ära nicht kommen sehen; sie erzählt ihre Geschichte(n) nicht für uns.

Also, Liam, ich würde sagen, dass dies eine sehr gute Zeit für einen Gläubigen ist, um Theologie zu studieren. Denken Sie einfach daran, dass alte Dinge vergehen und neue Dinge entstehen.

  1. Liam war überrascht zu lesen, dass ich Christ bin, und noch überraschter zu erfahren, dass ich bestreite, Unitarier zu sein. Nun, ich überrasche mich manchmal selbst. Aber hier geht es ebenso sehr um das Warum und Wie des Glaubens wie um das Was.
  2. Die Idee der „Entthronung Jesu“, aber das kann irgendwie so klingen, als sei Jesus besiegt worden.
    1. Nun, in der Öffentlichkeit ist er besiegt worden, nicht wahr? Der erhabene, herrschende Christus wird von den Nationen Europas und ihren Kolonien nicht mehr als Herr anerkannt. Wir haben andere oberste Werte. Aber er sitzt immer noch zur Rechten Gottes um seines Leibes willen, der die Kirche ist, um uns zu regieren und unsere Sicherheit zu gewährleisten. In dieser Hinsicht ist „entthront“ der falsche Begriff, aber er kann hilfreich sein, um eine Verlagerung des öffentlichen Aspekts – der Ansprüche, die wir an ihn stellen – vom politischen Königreich zum globalen Freizeitbereich zu signalisieren.
  3. Vielleicht stürzen wir keine „heidnische Kultur“, aber wir können irgendwann in der Zukunft die Philosophien des Zeitalters stürzen, das von der neuen Schöpfung und ihrer Ehrung JHWHs abgelöst wird. – Andrew: Durchaus möglich, aber wir sollten uns nicht zu sehr freuen. Es hat mehr als 800 Jahre gedauert, bis Jesajas Vision von der Errettung der heidnischen Völker (jedes Knie soll sich beugen, jede Zunge bekennen) in Erfüllung ging – 300 Jahre nach der Niederschrift des Philipperbriefs.

 

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