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Martin Hägglund (Philosoph): wir sollen keinen religiösen Glauben an die Ewigkeit, sondern einen säkularen Glauben für diese politische Welt kultivieren.

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Wie Gott in die Gesellschaft und Politik zurückkehrt – eine agnostische Sicht

Podcast: https://neuezwanziger.de: Wolfgang und Stefan besprechen akutelle Inhalte: Schröders Doku ARD Mediathek, RTL-Karwochenevent, Scholz zu Ostern, Habecks Kriegserklärung. Welche Rolle spielt "die höhere Macht" noch oder wieder in der Spätmoderne, gibt es Rückfälle in die Vormoderne oder ist alles gleichzeitig?
Sehr zu empfehlen, um eine distanzierte Sicht von zwei Agnostikern kennen zu lernen.

Welche Rolle hat der christliche Kalender noch? Osterbotschaft in öffentlicher Theologie (vgl. die Ansprache von Scholz). Der "gerechte Friede" ist das neue Pendant zum "gerechten Krieg"? Eine Osteransprache (auch von Haarbeck), die für politische Intentionen genutzt werden. Die christentümlichen Rahmenrituale wirken noch/wieder? Ostern als "Friedensbotschafts-Kraft"...
Politische Narrative werden in diesem Podcast dekonstruiert, die sich illigitimerweise der Religion bedient.

Man kann nicht die Religion zurückholen, es ist auch nicht sinnvoll, aber der Glaube ist wichtig. Der muss aber jenseits der Religion stattfinden. (Martin Hägglund)

Mit diesem Hinweis endet der offizielle Podcast und verweist auf einen spannenden Buchbeitrag:

Dieses eine Leben

GLAUBE JENSEITS DER RELIGION, FREIHEIT JENSEITS DES KAPITALISMUS.

Was wir brauchen, um ein sinnvolles Leben zu führen, ist die beinahe heroische Anerkennung und Bejahung dieses einen Lebens: Darin besteht die inspirierende Einsicht des philosophischen Shootingstars Martin Hägglund. In seinem gefeierten Bestseller zeigt er, dass wir keinen religiösen Glauben an die Ewigkeit, sondern einen säkularen Glauben kultivieren sollten, der sich unserem endlichen Zusammenleben widmet. Nur ein solcher Glaube kann die Quelle einer wahren Freiheit sein – und muss folglich das Zentrum einer überzeugenden Ethik und Politik für das 21. Jahrhundert bilden.

Unsere Freiheit ist untrennbar mit materiellen und ökonomischen Bedingungen verbunden: Es kommt darauf an, wie wir in diesem Leben miteinander umgehen und was wir mit unserer begrenzten Zeit anfangen. In seinem tiefgründigen, originellen und durchweg zugänglichen Buch beschäftigt sich Hägglund daher nicht nur mit großen Philosophen von Aristoteles bis Hegel und Marx, sondern auch mit Schriftstellern von Dante bis Proust und Knausgård, mit politischen Ökonomen von Mill bis Keynes und Hayek sowie mit religiösen Denkern von Augustinus bis Kierkegaard und Martin Luther King Jr. Ihm geht es dabei sowohl um eine Kritik religiöser Ideale als auch um eine neuartige Vision einer postkapitalistischen Form des Zusammenlebens, in der wir unsere Lebenszeit wirklich besitzen und unsere geistige Freiheit leben können.

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Theologe mit Leidenschaft, transchristentümlich, post-kolonial, historisch-narrativ in Lemgo

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